LTL-ACT-0452026年6月8日
Friedrich Merz
Steffen Prößdorf · Self-photographed · CC BY-SA 4.0

国旗: 德国德国 · 总理

致总理弗里德里希·梅尔茨的公开信

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尊敬的总理梅尔茨:

您在一个对德国而言极为艰难的时刻就任。

多年来,德国经历了疲弱的经济增长、不断上升的能源成本、对移民问题日益增长的担忧、日益加剧的地缘政治不确定性,以及公众对政府机构解决长期问题能力的信心下降。

自您上任伊始,您就明确了若干优先事项:恢复经济竞争力、减少非正规移民、加强德国武装力量,以及提升德国在欧洲的影响力。

您担任总理期间的一个优势是态度明确。不像许多回避棘手话题的政治人物,您公开谈论德国的经济问题。您承认德国经济的部分领域处于危急状态,并指出德国在竞争力、税收、官僚主义、劳动力成本和能源成本方面面临严重挑战。

您的政府也已采取措施收紧移民政策。边境管控、对某些移民途径的限制以及减少非正规移民的努力,回应了德国相当一部分民众的关切。根据政府数据,与往年相比,德国的庇护申请数量有所减少。

您也力图加强德国在欧洲的作用,主张更紧密的欧洲合作、支持乌克兰、增强防务能力以及建设一个更具竞争力的欧盟。

然而,重大问题仍然存在。

其中最重要的是经济。

尽管您的政府已宣布投资计划、减税措施和改革,但许多德国人仍未感受到日常生活的实质改善。经济信心依然脆弱,德国仍在与增长缓慢以及影响工业和竞争力的结构性问题作斗争。

您的政府也因制造可能难以兑现的期望而受到批评。有关大规模遣返叙利亚人的表态引发了争议,并对政治表述是否已经超前于现实可行性提出了质疑。

公众对您政府的支持也低于许多人预期。批评者认为,尽管采取了大量举措和立法措施,公众信心并未恢复到期待的程度,不满情绪仍然很高。

在外交政策方面也出现了挫折。
德国未能获得联合国安理会席位,被许多观察人士视为对一个寻求更大国际角色的国家而言出乎意料的外交失利。

我希望贵政府未来看到的不是更多的宣告,而是更多可衡量的成果。

德国首先并不需要对其问题做新的诊断。这些问题已经人尽皆知。

德国需要:
更快的经济增长;
更低的行政负担;
负担得起的能源;
更多住房建设;
有效的移民管理;
对公共机构更强的信心。

您作为总理的成败最终不会以演讲、联合政府协议或立法统计来衡量。
而是取决于普通德国人是否感到在您任职期间,他们的国家变得更加富裕、更有安全感、更有信心。

我的总体评分:
5分制中得3分。

您表现出了严肃认真、能力以及愿意直面艰难问题的态度。然而,许多承诺的改进仍在进行中,最重要的考验——在普通公民生活中产生可见成效——尚未完全通过。

此致敬礼,

一位世界公民
Original text: EnglishDear Chancellor Merz,

You assumed office at a difficult moment for Germany.

The country has faced years of weak economic growth, rising energy costs, growing concerns about migration, increasing geopolitical uncertainty, and declining confidence in the ability of government institutions to solve long-standing problems.

From your first days in office, you made several priorities clear: restoring economic competitiveness, reducing irregular migration, strengthening Germany's armed forces, and increasing Germany's influence within Europe.

One of the strengths of your chancellorship has been clarity. Unlike many politicians who avoid difficult subjects, you have spoken openly about Germany's economic problems. You acknowledged that parts of the German economy are in a critical condition and that Germany faces serious challenges related to competitiveness, taxation, bureaucracy, labour costs and energy costs.

Your government has also moved to tighten migration policy. Border controls, restrictions on some migration pathways and efforts to reduce irregular migration have responded to concerns held by a significant portion of the German public. According to government data, Germany has seen a reduction in asylum applications relative to previous years.

You have also sought to strengthen Germany's role within Europe, advocating closer European cooperation, support for Ukraine, stronger defence capabilities and a more competitive European Union.

However, significant problems remain.

The most important is the economy.

Although your government has announced investment programmes, tax relief measures and reforms, many Germans still do not feel meaningful improvement in their daily lives. Economic confidence remains fragile, and Germany continues to struggle with slow growth and structural challenges affecting industry and competitiveness.

Your government has also faced criticism for creating expectations that may be difficult to fulfil. Statements regarding the large-scale return of Syrians to their homeland created controversy and raised questions about whether political messaging was running ahead of practical reality.

Public support for your government has also been weaker than many expected. Critics argue that despite numerous initiatives and legislative measures, public confidence has not recovered to the extent hoped for, and dissatisfaction remains high.

There have also been setbacks in foreign policy. Germany's failure to secure a seat on the United Nations Security Council was viewed by many observers as an unexpected diplomatic disappointment for a country that seeks a larger international role.

What I would like to see from your government in the future is not more announcements but more measurable results.

Germany does not primarily need new diagnoses of its problems. The problems are already well known.

Germany needs:

faster economic growth;

lower bureaucratic burdens;

affordable energy;

more housing construction;

effective migration management;

greater confidence in public institutions.

The success of your chancellorship will ultimately not be measured by speeches, coalition agreements, or legislative statistics.

It will be measured by whether ordinary Germans feel that their country became more prosperous, more secure, and more confident during your time in office.

My overall assessment:

3 out of 5.

You have shown seriousness, competence, and a willingness to confront difficult issues. However, many of the promised improvements remain works in progress, and the most important test—producing visible results in the lives of ordinary citizens—has not yet been fully passed.

Respectfully,

A Citizen of the World
Addressee-language version: GermanSehr geehrter Herr Kanzler Merz,

Sie haben Ihr Amt in einem schwierigen Moment für Deutschland angetreten.

Das Land hat Jahre schwachen Wirtschaftswachstums, steigender Energiekosten, wachsender Besorgnis über Migration, zunehmender geopolitischer Unsicherheit und schwindenden Vertrauens in die Fähigkeit staatlicher Institutionen, langjährige Probleme zu lösen, erlebt.

Seit Ihren ersten Amtstagen haben Sie mehrere Prioritäten klar benannt: die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, die Reduzierung irregulärer Migration, die Stärkung der deutschen Streitkräfte und die Erhöhung des deutschen Einflusses innerhalb Europas.

Eine Stärke Ihrer Kanzlerschaft war Klarheit. Anders als viele Politiker, die schwierige Themen meiden, haben Sie offen über Deutschlands wirtschaftliche Probleme gesprochen. Sie haben anerkannt, dass Teile der deutschen Wirtschaft sich in einem kritischen Zustand befinden und dass Deutschland ernste Herausforderungen in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit, Besteuerung, Bürokratie, Arbeitskosten und Energiekosten gegenübersteht.

Ihre Regierung hat auch die Migrationspolitik verschärft. Grenzkontrollen, Beschränkungen bestimmter Migrationswege und Maßnahmen zur Verringerung irregulärer Migration haben auf die Sorgen eines bedeutenden Teils der deutschen Öffentlichkeit reagiert. Laut Regierungsangaben ist die Zahl der Asylanträge im Vergleich zu früheren Jahren zurückgegangen.

Sie haben auch versucht, die Rolle Deutschlands in Europa zu stärken, indem Sie engere europäische Zusammenarbeit, Unterstützung für die Ukraine, stärkere Verteidigungsfähigkeiten und eine wettbewerbsfähigere Europäische Union befürwortet haben.

Dennoch bleiben erhebliche Probleme.

Am wichtigsten ist die Wirtschaft.

Obwohl Ihre Regierung Investitionsprogramme, steuerliche Entlastungen und Reformen angekündigt hat, spüren viele Deutsche noch keine wesentliche Verbesserung in ihrem Alltag. Das wirtschaftliche Vertrauen bleibt fragil, und Deutschland kämpft weiterhin mit langsamem Wachstum und strukturellen Herausforderungen, die Industrie und Wettbewerbsfähigkeit betreffen.

Ihre Regierung ist auch dafür kritisiert worden, Erwartungen zu wecken, die schwer zu erfüllen sein könnten. Äußerungen zur großangelegten Rückführung von Syrern in ihre Heimat lösten Kontroversen aus und warfen Fragen auf, ob die politische Kommunikation der praktischen Realität vorauslief.

Die öffentliche Unterstützung für Ihre Regierung war ebenfalls schwächer als viele erwartet hatten. Kritiker argumentieren, dass trotz zahlreicher Initiativen und gesetzgeberischer Maßnahmen das öffentliche Vertrauen nicht in dem erhofften Umfang zurückgekehrt sei und die Unzufriedenheit weiterhin hoch bleibe.

Auch in der Außenpolitik hat es Rückschläge gegeben. Dass Deutschland keinen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erringen konnte, wurde von vielen Beobachtern als unerwartete diplomatische Enttäuschung für ein Land gewertet, das eine größere internationale Rolle anstrebt.

Was ich mir künftig von Ihrer Regierung wünsche, sind nicht weitere Ankündigungen, sondern mehr messbare Ergebnisse.

Deutschland benötigt in erster Linie keine neuen Diagnosen seiner Probleme. Die Probleme sind bereits gut bekannt.

Deutschland braucht:

schnelleres Wirtschaftswachstum;

geringere bürokratische Belastungen;

erschwingliche Energie;

mehr Wohnungsbau;

effektives Migrationsmanagement;

größeres Vertrauen in öffentliche Institutionen.

Der Erfolg Ihrer Kanzlerschaft wird letztlich nicht an Reden, Koalitionsvereinbarungen oder gesetzgeberischen Statistiken gemessen werden.

Er wird daran gemessen werden, ob gewöhnliche Deutsche das Gefühl haben, dass ihr Land während Ihrer Amtszeit wohlhabender, sicherer und selbstbewusster geworden ist.

Meine Gesamtbewertung:

3 von 5.

Sie haben Ernsthaftigkeit, Kompetenz und die Bereitschaft gezeigt, schwierige Fragen anzugehen. Allerdings bleiben viele der versprochenen Verbesserungen noch im Gange, und die wichtigste Prüfung — nämlich sichtbare Ergebnisse im Leben gewöhnlicher Bürger zu erzielen — wurde noch nicht vollständig bestanden.

Hochachtungsvoll,

Ein Bürger der Welt

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